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Informationen zu Fasern und Mustern

Tolle-Tuecher.de - Geschrieben am 14.10.2017

ZU DEN FASERN

Haspelseide: zählt zu den besten Seidenqualitäten und weist selbstverständlich deren typische Charakteristika auf. Zu diesen zählen: edler Glanz, seidig-zarte Oberfläche und eine phantastische Farbwiedergabe. In langen Fäden direkt vom Seidenspinner abgehaspelt, ist sie die einzige Faser, die sozusagen direkt von der "Natur" gesponnen wird. Unsere MumbaiLady Schals sind aus reiner Haspelseide und werden in Jacquard-Webung, d.h. aus zwei unterschiedlichen Farben in Kette (Längsrichtung) und Schuss (Querrichtung) gewebt. Diese Webart ist verantwortlich für das Changieren der Seide, worunter der unterschiedliche Farbeindruck verstanden wird, der sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Lichteinfall ergeben kann. Je nachdem, wie das Licht die Seide trifft, schimmert diese in einer der zwei kreuzgewebten Farben. Bei unseren Modellen des MumbaiLady-Schals wird erst die Seide gefärbt und dann verwebt.

Brokat: der Name stammt vom italienischen "broccare" ‐ durchwirken, und ist der Terminus, mit dem verschiedene Seidenarten bezeichnet werden, die ein meist großzügiges Muster ausweisen, welches im Schuss teilweise oder ganz, Metallfäden enthält. Das Tragen von Seidenbrokatstoffen war bis zur französischen Revolution nur dem Adel und Klerus vorbehalten.

Rohseide: kann nur von 3 bestimmten Seidenspinnerarten gewonnen werden. Der ungleichmäßige Faden weist kleinste Knötchen auf. Diese Art von Seide ist naturgegeben etwas rauher als ihre "Schwestern" und auch ihr Glanz ist eher von zurückhaltendem Charakter.

Twill: ein sogenanntes "gleichseitiges" Seidengewebe, besonders glatt gewebt und von beiden Seiten zu tragen.

Chiffon: der Name wird vom arabischen "Schiff" (durchsichtiger Stoff) abgeleitet und kam über Frankreich nach Deutschland. Seidenchiffon ist von leicht "sandigem" Griff und besitzt ein feines, leicht unregelmäßiges Oberflächenbild. Ein Carré aus Seidenchiffon von 50 X 50cm kann in einer zusammengeballten Hand Platz finden.

Seidenorganza: Organza dient als Bezeichnung für sehr feine und schillernde Gewebe. Ähnlich dem Organdy ist er aus Filamentgarnen (Endlosgarnen)und wird leindwandbindig aus Seidenfäden verwebt. Bedingt durch seine außergewöhliche Feinheit, neigt Organza zum Knittern und kann leicht beschädigt werden.

Pashmina: etymologisch aus dem persischen von "Pashmineh" als Bezeichnung für Wolle oder aus Wolle gefertigt und steht für aus Kaschmir bzw. aus Seide und Kaschmir gefertigte Tuche. Im allgemeinen Sprachgebrauch setzte es sich durch, den Begriff Pashmina für Tücher zu verwenden, die entweder zur Gänze aus der Unterhaar der Kashmirziege gewebt wurden oder aus einer Mischung von Kashmir und Seide bestehen. Biologisch sind es die Haare der Kashmirziege (Himalayan Mountain goat, Carpa Hircus),aus denen die Kashmirwolle gewonnen wird. Der Unterflaum der Ziege wird gekämmt, wobei der so gewonnene Wollertrag bei ungefähr 150gr liegt. Tolle-Tücher.de bietet unterschiedliche Kashmirqualitäten und Webarten an. Vom reinen, handgewebten Kashmir in Jamawar-Webung, über Pashminas aus 50% Pashmina und 50% Seide, eine Mischung, die für den auffallenden "Wasserglanz" dieser Tuche verantwortlich ist, bis hin zu nepalesischen Kaschmir, den wir in den Qualitäten A-Grade und B-Grad anbieten können. Mit A-Grade wird die höchste Kashmirqualität bezeichnet, mit 14 bis 15.5 microns (µm) in Diameter.

Viscose: darunter werden Chemiefasern verstanden, deren Grundstoff aus Cellulose besteht. Mittels des Viscoseverfahrens industriell hergestellt, ähnelt ihre chemische Zusammensetzung der Baumwollfaser, wobei die für Viscose typische Faserfeinheit sowie ihre Faserlänge ebenso mit Baumwolle vergleichbar sind. Allerdings können durch die jeweiligen Bearbeitungsmethoden die Charakertistika der Faser nach Bedarf variiert werden. Viscose ist eine unkomplizierte und waschbare Faser, weshalb sich unsere farbenprächtigen Viscose-Jamawar-Stolen für das Ausgehen an einem Sommerabend ganz besonders eignen.

Leinen: eine aus Flachs gewonnene Naturfaser. Leicht und kühl. Neigt zum Knittern, weshalb eine Leinen-Viscose-Mischung diesbezüglich unproblematischer ist.

Georgette: darunter wird ein dünnes, schleierhaftes Gewebe aus Seide verstanden. Genannt wird dieser Stoff nach der Pariser Modistin Georgette de la Plante. Die strukturierte Oberfläche entsteht aus der Verwendung verdrillter Fäden. Georgette ist geringfügig schwerer und auch etwas weniger transparent als der verwandte Chiffon, allerdings ist er auch bedeutend weniger empfindlich, weshalb er im Gegensatz zu Chiffon auch gut zu besticken ist.

ZU DEN WEBARTEN

Jamawar: Indiens Stolz auf diese meisterhafte Webart ist mehr als berechtigt. Die Silbe Jama steht für Gewand, die Silbe War für yard - also das Längenmaß. Indiens Adel kaufte diesen edlen Stoff nur war-weise. War früher das Ausgangsmaterial für die Jamawar-Webung meist Kashmir oder Schafswolle, kamen später Seide, noch später Viscose dazu, um die unterschiedlichen Ansprüche zu befriedigen. Die Muster sind meist Paisley oder Floral-Motiv. Die Art des Webens ist von außergewöhnlich aufwändiger wie auch komplizierter Natur. Mehrere Weberschiffchen verweben bis zu 50 verschiedene Farben miteinander. Wir bei tolle-tuecher.de sind sehr stolz darauf, Ihnen unterschiedliche Jamawarqualitäten anbieten zu können. Zum einen die prächtige Stola aus Seide in verschiedensten Farben, Jamawar-Seidenschals wie auch Jamwar-Stolen aus kühler Viscose, oder die kostbare Jamawar-Stola aus 100% Kaschmir.

Jacquard-Webung: auf den französischen Seidenweber Jean-Marie Jacquard (1752-1834) zurückgehende Webform der Bildweberei, worunter das Weben von gemusterten oder großfigurierten Stoffen verstanden wird, die es ermöglicht, selbst die kompliziertesten Enwürfe durch eine besondere Art der Fadenverkreuzung herzustellen.

Handgewebt: einge unserer Schals und Stolen werden noch nach alter Tradition kunstvoll handgewebt. Das Webbild kann unter Umständen etwas unregelmäßiger ausfallen. Einfacherere Muster und Formen überwiegen bei dieser Webart, wobei das Muster allein durch die 2 unterschiedlichen kreuzgewebten Farben zustande kommt.

Tusha: Mit dem Ausdruck Tusha-Stola wird eine besondere Webart aus dem Hochland von Kaschmir bezeichnet. Etymologisch von "tussah", einer speziellen Seidenart und dem Sanskritausdruck "tushar" ‐ für Winter abgeleitet, ist die Tusha-Stola gleichermaßen fein und glatt gewebt wie edelste Seide, dabei aus Wolle und trotzt so den kältesten Winden des kaschmirischen Hochlandes. Tusha-Stolen zählen zu den edelsten Webarten und sind meist in vollendeter Weise handbestickt (Huf,K. 2011, Working Paper).

Ikat-Weberei: es werden der Kettfaden, der Schussfaden oder sogar beide ins Färbebad getaucht, bevor sie verwoben werden.Die Fasern müssen mit großer Kenntnis gedreht oder gefaltet werden, um das erwünschte Endergebnis zu erhalten.

Tafta: aus Persien stammende Webart. Glattes Erscheinungsbild der Faser, meist aus Seide. 

ZU DEN MUSTERN

Unter einem Paisley-Muster wird ein abstraktes sowie ausgesprochen dekoratives Stoffmuster verstanden, das in seiner Grundform an ein am Ende spitz zulaufendes Blatt erinnert. Das ursprünglich aus Persien stammende Muster könnte auf die Blätter eines Feigen- oder Mangobaumes zurückgehen. Durch die Mogul-Kaiser nach Indien gebracht, wurde es schnell in die landestypische Weberei integriert. Soldaten des britischen Empire brachten diese Schals heim nach England und Schottland, wobei um 1900 das Muster in der schottischen Textilmetropole „Paisley“ aufgegriffen wurde und so Eingang in die europäische Weberei fand. Das Außergewöhnliche an gewebten Paisleys ist, dass das Muster so gewoben wird, dass ein positiv-negativ-Effekt entsteht. Beim Wenden des Tuches sehen Sie das gleiche Muster in spiegelbildlicher Farbgebung.

ZU DEN TERMINI

Stola: darunter wurde ursprünglich das lange Gewand der Römerin verstanden, welches diese über der Tunika trug. Bestehend aus einer langen Stoffbahn, wurde es in Falten um den Körper drapiert und von Spangen zusammen gehalten. Eine perfekt drapierte Stola verleiht Glamour, Femininität und wärmt auf bezaubernde Weise. Die Produktvielfalt der angebotenen Stolen bei tolle-tuecher.de reicht von der Viscose-Stola für den Sommerabend, über die Stola aus reiner Wolle bis hin zur Abendstola aus Pashmina, Seide oder Brokat für den ganz großen Auftritt.

Schal: etymologisch aus dem Englischen "shawl" von dem gleichbedeutenden persischen "Sal". Darunter wird seit Ende des 18. Jahrhunderts ein relativ großformatiges, meist längsrechteckig (Schal) oder quadratisches (Tuch) Umhängetuch verstanden.

Tuch: großformatige, rechteckige Variante des Schals

Raw Edge: Schnittkante. Hiermit wird die offene, nicht gekändelte Webkante bezeichnet. Kommt bei sehr dichten Webarten vor, wobei dort zu Gunsten des eleganten Falls der Stola auf das Kändeln verzichtet wird. Ist aufgrund der Dichte des Webstückes auch nicht notwendig.

Sozni-Stickerei: Etymologisch abgeleitet aus dem persischen Word “sozn” für Nadel und dem Suffix “i”, die “zum Begriff „Nadelarbeit“ respektive zum Begriff „handgenäht“ verschmolzen. Sozni bezieht sich nicht auf ein spezifisches Muster, sondern auf die Art der Ausführung. Ein Sozni-Schal oder eine Sozni-Stola ist reine Hand-Nadel-Arbeit und ein Schal und eine Stola, welche die Bezeichnung „Sozni“ tragen, sind von außergewöhnlicher Feinheit, großer Perfektion, einwandfreier Ausführung sowie von großer Eleganz. Nur diese besten Beispiele indischer Handwerkskunst verdienen die Bezeichnung „Sozni“.